| Delmenhorster Kurier vom 26.02.2008 |
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Von unserem Mitarbeiter
DÖTLINGEN. Gedichte und Geschichten über das menschlichste Thema der Welt hörten die Besucher am Wochenende im Heuerhaus in Dötlingen. Es lasen die Autorinnen Helga Bürster und Marianne Pumb. Die aus Dötlingen stammende Helga Bürster ist in der Region längst keine Unbekannte mehr. Ihre Bücher "Geest mordsmäßig" und "Museum der verlorenen Herzen" sind einem großen Publikum bekannt. Aus Berlin war Marianne Pumb nach Dötlingen gekommen. 1961 in der damaligen DDR geboren, schreibt sie seit frühester Kindheit. Der Titel ihres neuesten Buches "Die Liebe scheint wirrich" hatte der jüngsten Lesung ihren Namen gegeben. Das Buch soll am Sonnabend, 15. März, erscheinen."Doch die Liebe scheint wirrich und findet mich nicht, seit Jahren irrt sie vermutlich umher, kehrt immer bei Freunden und Fremden ein, nur zu mir kommt sie nicht, kommt sie nicht mehr", trug Pumb aus ihrem Buch vor. Das Wort wirrich ist dabei eine der zahlreichen Wortschöpfungen der Berliner Autorin.Ihr Spiel mit Wörtern und Buchstaben ist hörenswert. Da erzählte sie von einem Klaus, der das Geld mehr liebt als die Liebe. "Und weil er das Geld so sehr liebt, brachte er es zum Winkel nach Liechtenstein", erklärte Pumb unter dem Gelächter des Publikums. Helga Bürster wiederum beklagte, dass der Sohn jetzt mit einer Ökotrophologin zusammenlebe. "Anstelle Eisbein mit Sauerkraut und Stampfkartoffeln isst er jetzt vermutlich Joghurt mit linksdrehenden Kulturen." Gekonnt spielten sich die beiden Autorinnen die Bälle zu, lasen zusammen und getrennt und untermalten das Gedicht "Himmel voller Geigen" mit der Melodie aus einer kleinen Spieluhr. Die Literaturfans im Heuerhaus genossen den Abend mit den beiden unterhaltsamen Schreiberinnen. |



